Haarausfall
Die verschiedenen Arten des Haarausfalls
Jeder Mensch hat täglich in einem geringen Maß
Haarausfall,
ohne dass es Grund zur Besorgnis wäre. Es ist
normal und hängt mit dem Zyklus zusammen, in dem die Haare
wachsen. Man spricht in diesem Fall nicht von einem Haarausfall. Ein
Haarausfall, bzw. Haarverlust
von bis zu maximal 100 Haaren am Tag ist
als normal anzusehen. Erst, wenn man der tägliche Haarverlust
deutlich über dieser Menge liegt, spricht man auch im
medizinischen Sinn von Haarausfall. Es gibt unterschiedliche Arten von
Haarausfall. Im seltenen Fall kann der Haarausfall durch
eine schwere
Krankheit ausgelöst werden. Das trifft aber auf weniger als
ein Prozent der Bevölkerung zu. Meist wird der Haarausfall
durch harmlose Vorgänge verursacht. Beim diffusen Haarausfall dünnt das Haar allgemein aus. Hier können mehrere Ursachen verantwortlich für den Haarausfall sein. Externe Faktoren, die zum Haarausfall führen können sind chemische Haarbehandlungen wie Farb- und Formveränderungen der Haare.
Haarausfall durch Arzneimittel
Kommt es ohne äußere Einwirkung akut zu
plötzlichem Haarausfall, können beispielsweise
bestimmte Arzneimittel wie Heparin und Vitamin A, eine Vergiftung daran
schuld sein. Aber auch bei einer medizinische Behandlungen,
beispielsweise mit Röntgenstrahlen, droht ein Haarausfall. Tritt der Haarausfall nicht plötzlich auf, sondern kommt es zu einem langsamen, chronischen Haarausfall, können außergewöhnliche Stresssituationen dahinterstecken, in denen der Körper aus dem Gleichgewicht gerät. Auch durch Ernährungsdefizite, die beispielsweise bei Diäten oder radikalen Fastenkuren auftreten können, kann der auftretende Nährstoffmangel zu Haarausfall führen. In diesem Fall kann der Haarausfall mit einer gesunden und ausgewogenen Mischkost schnell beseitigt werden. Besonderes Augenmerk ist auf eine ausreichende Versorgung des Körpers mit Eisen, Zink, und den Vitaminen A, B und C zu legen, die alle am Haarwachstum beteiligt sind und deren Mangel zu einem Haarausfall führen kann. Auch ein Mangel an Kupfer kann sich negativ auf das Haarwachstum auswirken. Weiter Verursacher für den Haarausfall können außerdem hormonelle Veränderungen sein, die nach einer Geburt, dem Absetzen der Pille oder bei Eintritt der Wechseljahre auftreten können. Mögliche Auslöser des Haarausfalls können außerdem Krankheiten wie Diabetes und Malignome, oder Infektionskrankheiten wie die Grippe oder Tuberkulose sein. Bei einem diffusen Haarausfall kann man mit der richtigen Behandlung meist das Haarwachstum wieder in Gang bringen und es kommt in den seltensten Fällen zu einem völligen Haarverlust. Der Haarausfall ist also nicht dauerhaft, sondern nur vorübergehend.
Kreisrunder Haarausfall
Beim kreisrunden
Haarausfall (Alopezia areata) dünnen die
Haare nicht langsam aus, sondern es bilden sich plötzlich
kahle, kreisrunde Flecken an denen es zum Haarausfall kommt. Bis heute
gibt es keine genaue Erklärung, wie es zu dieser Form des
Haarausfalls kommen kann. Denkbar sind psychische Ursachen
oder auch
eine plötzlich auftretende Störung
des Immunsystems,
die in diesem Fall die eigenen Haarfollikel
bekämpft, was dann
zum Haarausfall führt. Bei vielen Patienten wachsen im
Zeitraum eines Jahres die Haare wieder vollständig nach. Auch
hier ist der Haarausfall nicht dauerhaft. Wachsen die Haare in diesem
Zeitraum jedoch nicht nach, kann es sein, dass die vom Haarausfall
betroffenen kahlen Stellen dauerhaft
haarlos bleiben.
Hormonell-erblicher-Haarausfall
Hormonell-erblicher-Haarausfall
(Alopezia androgenetica). Hier wird
zwischen Mann und Frau differenziert. Beim Mann ist dies die
häufigste Form des Haarausfalls. Nahezu 95 % der
Männer sind von diesem Haarausfall, dessen Ursache
wahrscheinlich eine genetische Veranlagung ist, betroffen. Der
Haarausfall beginnt meist um das 30. Lebensjahr. Den Anfang machen die
immer lichter werdenden Geheimratsecken im Stirnhaaransatzbereich. Im
fortschreitenden Verlauf zieht sich der Haarausfall von den
Geheimratsecken ausgehend über immer
größere Stellen des behaarten Kopfes, bis es
schließlich durch vollständigen Haarausfall zur
Bildung einer Glatze kommt. Eine Behandlung des hormonell-erblichen-Haarausfalls beim Mann gestaltet sich äußerst schwierig. Da dieser Haarausfall ein hormonell gesteuertes Problem ist, müsste man mit einer hormonellen Behandlung, die die negative Wirkung der männlichen Hormone abmildert, in den gesamten Hormonhaushalt eingreifen. Es würde dort zu massiven Störungen kommen.