Haarausfall Wechseljahre
Haarausfall Wechseljahre
Als Wechseljahre bezeichnet man bei
einer Frau die Zeit in der sich der
Körper hormonell umstellt. Dies betrifft die Phasen vor und
nach der Menopause. Bei der Menopause handelt es sich um den Zeitpunkt
in dem es zum Aufhören der physiologischen Menstruation kommt.
Die Funktion der Eierstöcke nimmt ab. Normalerweise tritt die
Menopause im Alter von 45- 55 Jahren ein. Mit dem Eintritt der
Wechseljahre kommt es häufig zu einem zunehmenden Haarausfall.
Eine Veränderung des fraulichen Zyklus führt zu einer
Veränderung der hormonellen Zusammensetzung im menschlichen
Körper. Da es in dieser Zeit häufig zum Absetzen der
Anti- Baby-Pille kommt, kann auch dies ein Faktor für die
Förderung von Haarausfall sein.Da die Funktion der Eierstöcke in diesem Alter reduziert wird, ändert sich der Hormonspiegel wesentlich. Dabei handelt es sich vor allem um das Hormon Östrogen. Dieses Hormon ist für der Ausbildung von Geschlechtsmerkmalen, aber auch an dem Haarwachstum der Frau beteiligt ( kleine Information das Haar wächst normal mit 46 Aminosäuren pro Sekunden).
Mit dem reduzierten
Östrogenspiegel verkürzen sich
die Wachstumsphasen der Haare. Zudem werden die Orte an denen die
Haarwurzeln mit dem Wachstum beginnen wesentlich weniger, was zur Folge
hat das das Haar älterer Frauen dünner ist als das
junger.Neben hormonellen Gründen, spielen gerade im Alter weitere Faktoren für den Haarausfall eine Rolle.
Der Haarausfall kann genetisch bedingt sein und macht sich im Alter und vor allem bei den Wechseljahren bemerkbar. Aber auch hier ist der Ausfall der Haare mit dem Hormonspiegel verbunden.
Der Grund für einen genetisch bedingten Haarausfall, ist eine vererbte Überempfindlichkeit der Haarwurzeln. Sie sind besondern empfindlich gegenüber dem männlichen Geschlechtshormon Testosteron. Insbesondere ist damit aber das Abbauprodukt von Testosteron gemeint, das Dihydrotestosteron. Dieses Abbauprodukt ist in der Lage, in erhöhter Konzentration, die Haarwurzeln zu schädigen und damit die Wachstumsphase der Haare zu senken. Deshalb werden die Haare kürzer und vor allem dünner.
Etwa fünfzig Prozent aller
50-jährigen Frauen
verlieren durch diese genetische Ursache mehr als fünfzig
Prozent ihrer Haare. Das ganze ist, wie schon vorher vermerkt, mit den
Wechseljahren und damit mit dem Hormonspiegel verbunden. Schuld ist ein
leicht, in den Wechseljahren ansteigender Testosteronspiegel (
männliches Geschlechtshormon), aber auch ein Verschieben des
Hormongleichgewichtes zugunsten des Testosteronspiegels.